Die Zukunft der Sportjournalisten

Heute in der Medienbeilage der NZZ: Georg David berichtet von der Tagung «Visions of Football», an der sich Funktionäre, Experten und Wissenschafter trafen, um die Zukunft des Fussballs zu diskutieren:

«Die gewagteste und interessanteste These stellte Christian Blümelhuber von der Technischen Universität München auf: Er prophezeite, dass Sportjournalisten bald überflüssig sein werden, weil sich die nächsten Generationen ausschliesslich direkt informieren würden, etwa im Internet in Weblogs und ähnlichen Quellen. (…) Das Internet als wachsende Bedrohung für Fernsehsender und Zeitungen? Es ist durchaus denkbar, dass die Superstars der Zukunft irgendwann nur noch dem vereinseigenen «FCB-TV» Interviews geben und sonst keinem anderen Sender.»

in NZZ: Neue Konkurrenz für Sportjournalisten

 
 
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8 Kommentare

  1. dogfood
    Erstellt am 5. August 2005 um 03:08 | Permanent-Link

    Ich denke der NZZ-Artikel sollte zusammen mit dem Artikel von Hans Leyendecker in der SZ (http://www.sueddeutsche.de/sport/archiv/1/index.html/sport/weitere/artikel/85/58027/article.html) gelesen werden, der über die Korumpierbarkeit von Sportjournalisten schreibt.
    Wenn man Leyendecker 1-2 Schritte weiterdenkt, muss man dem deutschen Sportjournalismus ein Qualitätsproblem attestieren. Wer sich einmal den “Doppelpaß” im DSF ansieht, unterirdischer wie die meisten der dortigen Sportjournalisten können auch Blogger nicht argumentieren.

  2. Erstellt am 6. August 2005 um 10:09 | Permanent-Link

    Frag’ mich nur, warum das auf Sportjournalisten beschränkt wird – die Befürchtung ist an sich nichts neues und geistert durch alle Ressorts der klassischen Medien.

  3. Michael
    Erstellt am 16. August 2005 um 06:59 | Permanent-Link

    Nein. DAS Weblog ist nicht tot. Aber DER Autor etwas überlastet.

  4. blogwatch
    Erstellt am 16. August 2005 um 09:27 | Permanent-Link

    …schon 11 tage keinen neuen eintrag. hallo! ist dieser blog tot?

  5. Erstellt am 19. August 2005 um 09:02 | Permanent-Link

    Der Artikel in der SZ ist äusserst aufschlussreich. Für mich zentral ist das Zitat “dabei sein, aber nicht dazugehören”. Hier befindet sich der Sportjournalist im Sandwich, und dies gleich mehrfach; zwischen Fans, Lesern, Vereinsvorstand, Spielern, Trainer. Am einfachsten hats der Sportjourni, wenn er schön auf des Präsidiums Linie schreibt und keine kritischen Fragen stellt. Bestes Beispiel dafür ist die Posse um den FC Aarau, bei der die Fans am Ende die AZ-Journalisten für die schlechten Ergebnisse des Vereins verantwortlich machten.
    Aber der Sportjournalismus ist aus meiner Sicht nicht der problematischste Sektor in Sachen Unabhängigkeit. Vor allem auch die Autojournalisten und Reisejournalisten bewegen sich auf einem Minenfeld. Wer sägt sich schon gerne den Ast weg, auf dem er sitzt.

  6. Erstellt am 19. August 2005 um 09:22 | Permanent-Link

    Ein Fußballspiel ohne Kommentar? Das wäre mal eine Wohltat.

  7. graxel
    Erstellt am 12. September 2005 um 10:48 | Permanent-Link

    Bezüglich der Autojournalisten: wenn man sieht, wie die gehätschelt werden mit Essen, Anlässen und “Test”wagen… Ich kann mir auch vorstellen, dass da die Objektivität (wenn man davon bei Autos überhaupt sprechen kann) ein bisschen leidet…

  8. Erstellt am 31. Januar 2006 um 11:44 | Permanent-Link

    Die Beschränkung auf SPortkournalisten finde ich bei weitem nicht so schlimm wie die Beschränkung auf den Sport selbst.

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