Schreiben für die Anzeigenkunden?

Wenn das Einkommen vom Benutzerverkehr abhängt, verschwimmen auch bei Bloggern die Grenzen zwischen Inhalt und Werbung. Blog-Publisher Jason McCabe Calacanis von Weblogs Inc. ist von der Idee wieder wegkommen, den Lohn seiner Freelance-Blogger vom Benutzerverkehr abhängig zu machen. Er begründet dies zwar mit ethischen Überlegungen und falsch gesetzten Anreizen, doch dürften geschäftliche Überlegungen auch ein Rolle gespielt haben. Ursprünglich hatte Calacanis nämlich geplant, die Anzeigeneinnahmen mit seinen Schreibern fifty-fifty zu teilen. Bei Blog-Publishern wie Weblogs Inc. und Gawker ist zumindest die Trennung zwischen Anzeigenabteilung und schreibenden Bloggern gewährleistet. Selbständige Blogger hingegen, die ausserhalb eines Verbunds mit ihrem Weblog Geld verdienen, sind oft Redaktion und Verkaufsabteilung in Personalunion. Glaser schreibt über Interessenskonflikte und Entlohnungsmodelle:

« While bloggers working for Gawker or Weblogs Inc. toil under a freelance contract, the new breed of “stand-alone journalists” have no one to answer to but themselves. And in these cases, the writer is also head marketer, head ad sales rep and head arbiter of ethical issues.»

in OJR: Advertising, editorial lines blur as bloggers’ salaries tied to traffic

Siehe auch:

DIENSTRAUM: Das Blog-Spenden-Modell

DIENSTRAUM: «Micro-Gönner»

DIENSTRAUM: Paypal-Zubrot

 
 
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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 25. April 2005 um 10:14 | Permanent-Link

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