Handbuch für Blogger und Cyber-Dissidenten

Blogging / Online-Journalismus

200509222104

Reporter ohne Grenzen hat heute ein Handbuch für Blogger und Cyber-Dissidenten veröffentlicht. Die Organisation will vor allem Bloggern aus Ländern mit eingeschränkter Informations- und Meinungsfreiheit Ratschläge geben, wie man ein Weblog aufbaut, bekannt macht und dabei anonym bleibt. Am Handbuch haben in der Blogosphäre bekannte Namen wie Dan Gillmor, Nart Villeneuve und Jay Rosen mitgearbeitet. Interessant ist, dass sich Reporter ohne Grenzen zu einer Blogethik äussert («What ethics should bloggers have?»). In einem Artikel schlägt Dan Gillmor 5 Prinzipien vor: Gründlichkeit (Thoroughness), Genauigkeit (Accuracy), Unparteilichkeit (Fairness), Transparenz (Transparency), Unabhängigkeit (Independence). Es sind dies auch die Prinzipien, die Gillmor für sein Honortag-Projekt verwendet.

«Bloggers are often the only real journalists in countries where the mainstream media is censored or under pressure. Only they provide independent news, at the risk of displeasing the government and sometimes courting arrest.

Reporters Without Borders has produced this handbook to help them, with handy tips and technical advice on how to to remain anonymous and to get round censorship, by choosing the most suitable method for each situation.»

Links:

Reporters sans frontières: Handbook for bloggers and cyber-dissidents

Download: PDF Version des Handbuchs (1.6 MB)

Links zur Blogethik-Diskussion:

Reporters sans frontières: What ethics should bloggers have?

DIENSTRAUM: HonorTags

HonorTags: HonorTagJournalism

2 Kommentare

  1. „Fairness“ würde ich nicht mit Unparteilichkeit, sondern vielmehr – wie im Blog-Codex V01.01 vorgeschlagen – mit „Respekt“ und „Dialogbereitschaft“ übersetzen. Blogs – so jedenfalls mein Verständnis – zeichnen sich gegenüber Zeitungen, die gerne vorgeben „objektiv“ zu berichten, dadurch aus, dass sie den Lauf der Dinge aus einer bewusst subjektiven Warte bewerten.

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