Kontinuität von Weblogs

Dienstraum

Nach meiner durch universitäre Pflichten bedingten Abwesenheit melde ich mich zum «Frondienst» zurück. In einem Artikel über Fachblogs schrieb die NZZ am 22. Februar:

«Eine weitere Problematik von Fachblogs kann sich bezüglich der Kontinuität der Informationsquelle zeigen. Anders als bei Zeitungen, Fernseh- oder Radiosendern ist bei Blogs mit Arbeitspausen zu rechnen; manche verschwinden gar für immer vom Radar. Das ist nicht verwunderlich, werden doch die meisten Journale in Fronarbeit betrieben; nur wenige Blogger können damit etwas Kleingeld verdienen.»

Ein Argument, das nicht von der Hand zu weisen ist. Versteht man unter Kontinuität aber nicht nur das tägliche Bloggen, sondern das Schreiben über einen längeren Zeitraum, findet man doch einige Weblogs, die es schon länger gibt als manche farbige Illustrierte.

Ein Kontinuitätsproblem anderer Natur zeigt sich, wenn man auf den Link zum besagten NZZ-Artikel klickt. Dann heisst es nämlich: «Dieser Artikel ist nicht mehr auf NZZ Online verfügbar. Sie können ihn jedoch gegen eine Gebühr im Online-Zeitungsarchiv beziehen.»

Hier zeigt sich im Gegenzug ein Vorteil von Weblogs bezüglich der Kontinuität. Artikel, Kommentare und Links bleiben in der Regel – wenn auch nicht ewig – zumindest länger als eine Woche online zugänglich.

NZZ: Wissensbeschaffer im Frondienst (kostenpflichtig)

DIENSTRAUM: NZZ im digitalen Niemandsland (Perma-Link)

1 Kommentare

Kommentare sind geschlossen.