Paid-Content-Nation?

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Telepolis: Bericht zur Lage der Content-Nation
„Zurück zum neuen Hoffnungsträger „mobile Publishing“: Hier existieren tatsächlich eklatante Unterschiede zum „versauten“ Kostenlos-Medium Internet. Erstens: Der Nutzer hat gelernt, für alles, was er mit seinem Handy macht, zahlen zu müssen. Zweitens: Die Telkos müssen Inhalte verkaufen, um ihre fallenden Pro-Kopf-Umsätze in der Sprachkommunikation auszugleichen, Drittens: Anders als die Provider, die uns den Internet-Access verkauften, also den Zugang zu Inhalten, die es bereits gab, existieren diese Inhalte in den mobilen Netzen noch nicht. Also müssen sich die Telkos drum kümmern, dass diese Inhalte entstehen.“

2 Kommentare

  1. Für welche Contents werden denn die Mobil-User wirklich zahlen wollen? Solche euphorisierenden Wochen (wer’s mag!) wie zur WM gibt es ja nur alle paar Jahre. Für die Graubrot-Inhalte wird es schon erheblich schwerer werden, es sei denn, das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert sich erheblich. Mit Sicherheit wird erst mal von den Anbieter geteased werden müssen und dann lauert die Gefahr, dass sich die Nutzer an die Umsonstangebote gewöhnen. Verdienen steht in den Sternen.

  2. Grundsätzlich interessant finde ich das Revenue-Sharing-Modell von  i-mode. In Japan gibt es beispielsweise einen Manga-Service von bandai mit 600’000 Abonnenten, die eine Gebühr bezahlen, um auf eine Site mit täglich wechselnden Comicfiguren zuzugreifen. Von diesen Einnahmen geht ein grosser Teil an die Content Provider. Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede und natürlich ist i-mode in Deutschland langsam gestartet. Aber vielleicht sind solche Inhalte doch ein Vorgeschmack darauf, was in der Zukunft kommen wird. Das heutige Geschäft mit Logos und Klingeltönen scheint ja auch ganz einträglich zu sein.
    Heise: Mode-Start à la Japan – ganz langsam
    DIENSTRAUM: Das Geschäft mit Logos und Klingeltönen

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