Overpeer

Netzkultur

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Telepolis: Die Fake-Fluter
„Overpeer Inc. versucht, Tauschbörsen mit einer zum Patent angemeldeten „Methode zur Verhinderung sinkender Plattenverkäufe“ zu unterwandern.“
Spiegel: „Overpeer“: Angriff auf Musikfans
„In Tauschbörsen tauchen immer mehr defekte Lieder auf. Jetzt wurde als Schuldiger eine koreanische Firma ausgemacht. Der Dienstleister verdient sein Geld damit, den Fans die P2P-Börsen madig zu machen – ein Boom-Business.“
SK.com: Overpeer
„Overpeer is a software and service company which was incubated and funded by the SK Group since 2000. The company has successfully grown and was incorporated in the United States in 2001. Our main objective is to create value for copyright owners and distributors by stopping piracy on Peer-to-Peer (P2P) networks, in turn helping them generate maximum value for music and visual content now being freely distributed. We make it possible to convert copyright abuses into legal and profitable content sales.“
Die aussagekräftige Firmenwebsite: overpeer, inc.

4 Kommentare

  1. da schlage ich mich doch glatt auf die seite der musikindustrie. die wollen doch auch nur ihre brötchen verdienen. und so wie bisher die user es immer hinterhältig geschafft haben, entgegen dem willen der musikindustrie musik im internet doch irgendwie zu tauschen, und somit der industrie schaden hinzuzufügen, schafft es jetz die opposition den usern etwas entgegenzusetzen.
    klasse idee!

  2. Wenn die Musikindustrie es nur endlich selbst mal auf die Reihe bekommen würde, eine Website zu etablieren, auf der man MP3s legal herunterladen kann.
    Die Tauschbörsen sind nun mal der einzige Ort im Netz, wo man mit geringem Aufwand Songs aller Art finden kann. Der User geht immer den bequemsten Weg. Wenn die Musikindustrie sich dazu durchringen könnte, ein integriertes Musik-Portal aufzubauen, wo man gegen einen gerechten Betrag MP3s bekommen kann, würden viele User den Service nutzen.
    Aber so wie es im Moment ausschaut, kann die Industrie das nicht bieten. Kopiergeschützte Dateiformate verderben dem User den Brei, denn lange gelerntes Verhalten legt man nicht so schnell ab (LP-Kassette, CD-Kassette…). Das Angebot müßte auch unglaublich groß sein, damit es mit den Tauschbörsen mithalten kann. Das aber ist nur möglich, wenn alle Labels sich einigen.
    Wenn die Voraussetzungen stimmen würden, würden die User auch die positive Seite der Bezahl-MP3s sehen: Man bekommt MP3s in bester Qualität, ohne sich über Viren, die komplizierte rechtliche Lage oder versteckte Programme gedanken machen zu müssen. Auch wären die Songs immer schneller auf der eigenen Festplatte als bei den üblichen Tauschbörsen.
    Wenn die Musikindustrie es nicht schafft, dem User ein gutes Angebot zu machen, kann sie den Markt eben vergessen.

  3. :-) Abwarten. Es wird sich noch zeigen, wer kreativer ist. Dazu nochmals aus der Spiegel-Artikel:
    „Doch auch die Hersteller von Software für Tauschbörsen sind nicht untätig. Die nächste Version von Morpheus soll, so Darrell Smith, die Nutzer besser schützen. Durch Bewertungen sollen die Nutzer sich untereinander zeigen, welche Songs in Ordnung sind und welche Datenmüll enthalten. Erfolg hatten die Aktionen der Plattenfirmen bislang keinen: Nie wurden so viele Musikstücke getauscht wie derzeit.“

  4. Natürlich fände ich ein legales, attraktives Angebot auch wünschenswert.
    Grundsätzlich vielversprechend ist ja beispielsweise AMusic ein neues Musikangebot von Universal Music. Gegen eine Gebühr von 10 bis 15 Euro pro Monat kann man auf rund tausend Alben zugreifen. Bei den Musikstücken handel es sich um „normale“ MP3-Files, die man auch auf CD brennen kann. Der Haken? Die zum Download angebotenen Alben sind Hits aus den fünziger, sechziger und siebziger Jahren, die über die herkömmlichen Kanäle keine Umsätze mehr generieren. Alles in allem ein halbherziger Schritt.
    Siehe dazu auch:
    Spiegel: Internetmusik: Kannibalismus mit Aretha Franklin?

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