Blogger lesen keinen Walser

Netzkultur

Das Literatur-Café: »Die klassische Walser-Klientel wird den Roman sicher nicht am Bildschirm lesen«
„Nein, das glaube ich nicht. Es sind bestimmte Kreise, die sich in so einem Weblog bewegen. Ich weiß nicht, wie groß die sind und wie viele regelmäßige Besucher Herr Kantel hat. Das sind aber sicher keine klassischen Walser-Leser. Das sage ich jetzt nicht, um die Leute zu verletzen oder zu loben. Es ist einfach ein anderer Kreis, der sich mit so etwas im Internet beschäftigt und da auch eine bestimmte Auffassung vertritt.“
Naja. Die „Strukturtapete“ vom Schockwellenreiter ist jedenfalls beachtlich und auch in meinem Bücherregal steht auf dem einen oder anderen Buch Suhrkamp, Diogenes oder dtv.
Update:
Telepolis: Tod einer Kritik
„Walsers umstrittenes Buch als Perl-Script im Internet.“

3 Kommentare

  1. „Dieser Link auf der Website http://www.schockwelleneiter.de war ja kein Einzelfall. Der Text tauchte an verschiedenen Stellen im Internet auf. Da waren wir einfach im Zugzwang. Wir wollten die Sachen schnell wieder wegbekommen. Das Netz ist ein schnelles Medium und da hat es keinen Sinn, wenn man erst einmal eine Woche lang verhandelt und sich ständig hin- und herschreib“ (P. Roeder)
    Hi!
    Ich habe die Sache mal (wie ihr alle warscheinlich auch) von Anfang an verfolgt. Hat Herr Roeder nicht irgendwo Recht? Natürlich – Die Reaktion des Suhrkamp Verlages war ziemlich heftig, aber: „Uns ging es nicht darum, irgendwelche Anwaltsgebühren abzukassieren. Wir haben uns zwischenzeitlich mit Herrn Kantel vom Schockwellenreiter ja auch verständigt, dass wir darauf verzichten, diese Gebühren einzutreiben. Dies auch deshalb, weil er sehr entgegenkommend war und auch mit großem Verständnis auf unser Anliegen reagiert hat.“ (P. Roeder). Meiner Meinung nach ist diese Reaktion mehr als gerechtfertigt, denn in der Tat hat der Verlag sich für die Interessen des Autors einzusetzen; und das hat der Verlag in diesem Fall mit Erfolg getan.
    Wär es nicht langsam mal an der Zeit, Kommentare wie „Suhrkrampf“ für sich zu behalten?
    Gruß
    tgenter

  2. Auch ich finde, dass das Thema nun abgeschlossen ist.
    Gegen die formaljuristischen Argumente lässt sich auch gar nicht viel einwenden. Trotzdem finde ich, dass sich Suhrkamp ziemlich ungeschickt verhalten hat und – obwohl Roeder das Gegenteil behauptet – nicht besonders viel vom Internet versteht.

  3. Auch für mich ist ganz klar dass Suhrkamp „… nicht besonders viel vom Internet versteht …“. Und unter dem Aspekt finde ich die Mail der Suhrkamp Rechtsanwälte unheimlich amüsant…
    Ciao
    tgenter

Kommentare sind geschlossen.