„Also wozu und warum Blogs?“

Blogging

Ein guter Steilpass von ITW. Was sind also die Vorteile von Weblogs?
ITW: Wired vox populi
„Also wozu und warum Blogs? An den Maßstäben der anderen Medien gemessen schneiden sie eher schlecht ab. Trotzdem werden sie gelesen, und zwar – insgesamt – von einem Millionenpublikum. Wo liegen die Stärken der Weblogs, wenn man den vertrauten Blickwinkel der traditionellen Medien links liegen lässt?“
Der Fernsehratgeber macht den Versuch einer Auflistung:
„Also: Was bietet dieses Medium, was andere Verbreitungstechniken uns bislang vorenthalten?
– Reiz der Individualität
– Community-Charakter
– Piratensender-Romantik contra „CNN-Doktrin“
– Diskussionsmöglichkeit
– Vernetzbarkeit
– Rezeption und Produktion“
Die Definition des Weblogs als „individuelles Ergänzungsmedium zur Selektionshilfe“ ist ein guter Ausgangspunkt. Weblogs können zwar kein Journalismus sein, oft verfügen sie aber über journalistische Qualität wie der Fernsehratgeber weiter ausführt:
„Ungeachtet ihrer journalistischen Qualität erfüllen Weblogs vor allem deshalb den Tatbestand der Neuerung, weil sie jene zwanglosen Gespräche, Kommentare und gefilterte Nachrichtenverbreitung, die wir aus dem täglichen Leben kennen, auf eine breite, abrufbare Hypertext-Plattform publizieren, die uns den Eindruck eines journalistischen Massenmediums aufdrängt. Journalistisch sind sie aber nicht unbedingt. Eines sind sie aber dennoch: Sie sind ein individuelles Ergänzungsmedium zur Selektionshilfe. Und das sind sie immer – egal ob bei schlechter oder guter Qualität.“

2 Kommentare

  1. Vier Gedanken dazu aus meiner Warte:1. Ein System, um auf einfache Art und Weise zu publizieren. Vor allem um „broadcast-artige“ Strukturen zu verhindern/ zu umgehen.2. Meiner nach die bisher beste Lösung zum Thema „Rückkanal“3. Ob der jeweilige Journalismus gut oder schlecht ist, muß man erstens erfahren und zweitens für sich entscheiden.4. Kein kommerzielles Medium

  2. Logs sind für mich dann lesenswert, wenn der Autor eine Meinung hat. Wenn dessen Persönlichkeit sich mit der journalistischen Meldung beschäftigt hat und man sieht, wie sie aufs „lebende Objekt“ wirkt. Eine Meldung ist eine Information, die noch keine Farbe hat. Farbe und Leben bekommt sie erst, wenn sie einen Reality-Check hinter sich hat. Diesen Reality-Check finde ich in den Weblogs.
    Grüße,
    Jens

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