Rupperts Zukunftsmaschine

Wired Murdoch Myspace

Eine interessante Einführung in MySpace, Ruppert Murdochs 580 Millionen-Dollar-Wette auf die soziale Zukunft des Internets:

«News Corp. has been spinning deals with iTunes, two-minute mobisodes of Prison Break, and download agreements with terrified local affiliates. But none of that answers the question that gnaws at Rupert Murdoch and moguls everywhere: Without the old network certainties, who or what will perform the essential function of a media company – that is, grab and hold attention on an industrial scale? MySpace offers an answer.»

in Wired: His Space

Mehr zu MySpace:

BusinessWeek: News Corp.’s Place in MySpace

BusinessWeek: The MySpace Generation

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«Pourquoi je quitte Liberation»

T3 Une 2006 06 30

Serge July, Mitgründer der Libération, verlässt auf Druck von Grossaktionär Edouard de Rothschild seine Zeitung und macht damit den Weg frei für eine neue Kapitalspritze.

In seiner Abschieds-Kolumne äussert July sich zu den Herausforderungen mit denen die Libération konfrontiert ist.

«[La Libération] affronte, comme tous les quotidiens généralistes payants dans le monde, le maelström de la révolution numérique, qui est, en plus intense, en plus violent, en plus rapide, ce que furent toutes les révolutions industrielles (…). L’ère du numérique a créé un nouveau monde qui bouleverse l’ensemble de l’industrie médiatique, son économie comme ses usages. L’ensemble des médias est secoué par une recomposition dont les nouveaux centres de gravité s’appellent l’Internet et le mobile.»

Eine Antwort auf diese Umwälzungen suchte das Blatt – ähnlich wie der Guardian – mit der Formulierung einer «bimedialen» Strategie («le premier quotidien français véritablement bimédia»), welche Print und Internet vereinen sollte. Den Anfang machte vergangenen Oktober eine neue Version der Website der Libération.

«Enfin et surtout, nous avons tracé une route d’avenir, imaginé le bimédia (le quotidien électronique et papier), multiplié les publications exceptionnelles et hebdomadaires depuis plusieurs mois.»

in: Libération: Libération : «Pourquoi je quitte “Liberation”»

Mehr dazu:

derStandard.at: “J’ t’aime, moi non plus”: Petition für “Libération”

Libération: Serge July: «Je m’adresse à vous pour la dernière fois»

Petition der Leser: Sacré Libé

Zur «bimedialen» Strategie der Libération:

Libération: Libération à l’heure du Bimédia

Libération: Libération.fr fait peau neuve

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leblogmedias

Ein gelungenes Weblog von Reporters sans frontières und der französischen Medienzeitschrift Médias.

leblogmedias: «Leblogmedias s’intéresse à l’univers médiatique en France et à l’étranger. Pour inciter au débat et faire connaître la presse du monde entier.»

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Web first

Der britische Guardian hat vor zwei Wochen angekündigt, dass Artikel künftig zuerst im Web und erst danach in der Zeitung veröffentlicht werden («web first»). In einem Essay äussert sich Chefredakteur Alan Rusbridger zu Chancen und Risiken dieses Schrittes.

«Was ist riskanter – eine aggressive Strategie der Internetentwicklung verfolgen oder diese Entwicklung bremsen, in der Hoffnung, die Leser dadurch zur Printausgabe zurückzuführen?»

Das hat mich an den Essay («Der Journalismus lebt») von Springer-Chef Mathias Döpfner erinnert. Im Mai dieses Jahres schrieb Döpfner über die Zukunft der Zeitung und die Herausforderungen an den Journalismus. Dabei macht er einen grundsätzlichen Unterschied zwischen dem «vertikal» funktionierenden Internet und der «horizontalen» Zeitung.

«Globalisierter Journalismus, Internet-Journalismus unterscheidet sich grundlegend vom Zeitungsjournalismus. Denn er hat eine ganz andere Funktion. Im Internet erfahre ich schneller mehr über das, von dem ich schon weiß, daß es mich interessiert.»

Die Zeitung der Zukunft müsse sich auf ihre Stärken besinnen und dies heisse:

«Als Horizont-Medium Wünsche und Interessen schaffen und befriedigen, von denen der Leser noch gar nicht wußte, daß er sie haben könnte. Das war und bleibt ihre Zukunft, ganz gleich, ob sie auf Papier oder auf elektronischem Papier daherkommt.»

Was Zeitungen auszeichne sei ihr Kerngeschäft – der Journalismus. Und das bedeute «exklusive Neuigkeiten, eigenständige Meinungen und eine eindringliche Sprache», alles nachhaltige Bedürfnisse der Leserinnen und Leser.

Dass die von Döpfner eingeführte Unterscheidung zwischen horizontalen und vertikalen Medien bestehen bleibt, bezweifle ich. Was spricht dagegen, dass im Internet auch horizontale Bedürfnisse befriedigt werden? Gerade wegen der von Döpfner prophezeiten Einführung von elektronischem Papier oder der Zeitung, die aus dem Handy und aus dem Kugelschreiber kommt werden sich die Grenzen zwischen analogen und elektronischen Medienträger weiter verwischen. Zeigt nicht gerade das «Web-First-Prinzip» des Guardian, dass sich die Grenzen zwischen sogenanntem «Internet-Journalismus» und traditionellen «horizontalem» Journalismus schon heute auflösen?

Mehr dazu:

Spiegel Online: Essay: “Warum bis morgen warten, um zu erfahren, was heute geschehen ist?”

MediaGuardian.co.uk: It takes guts to hand your crown jewels to the future

Guardian Unlimited: The web trail

DIE WELT: Der Journalismus lebt

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National Entertainment State

The Nation bringt eine Spezialausgabe zum «National Entertainment State» und fordert:

«If the promise of new media is to be fulfilled, progressives must chart a course of activism that confronts the increasing concentration of ownership among the Big Media powerhouses.»

Ein Reihe interessanter Artikel befasst sich mit der beständigen Macht der «alten Medien» und den Möglichkeiten neuer Medienformen. In der Mitte des Hefts befindet sich ein Poster mit den fünf Medienriesen News Corporation, General Electric, Disney, Time Warner, Viacom und CBS, welche nach wie vor die US-Medienlandschaft bestimmen.

«Google, Yahoo! and Microsoft are quickly rising, but are not included in this chart because they do not own – not yet, anyway – the major television networks, which remain Americans’ #1 source of news.»

2006 Entertainment

The Nation: The National Entertainment State, 2006

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Al-Qaidas Medienoffensive

«Al-Qaeda the organization has increasingly become indistinguishable from Al-Qaeda the media phenomenon.»

in The National Interest: Al-Qaeda’s Media Strategies

Weitere Artikel zum Thema:

Council on Foreign Relations: Al-Qaeda’s Media Campaign

The National Interest: Al-Qaeda’s Media Strategies

Council on Foreign Relations: Terrorists and the Internet

Council on Foreign Relations: New Realities in the Media Age: A Conversation with Donald Rumsfeld

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Blog trifft Zeitung. Oder?

Mark Cuban glaubt nicht daran, dass traditionelle Medien mit ihren Blog-Abenteuern erfolgreich sein werden:

«In traditional media, you are first defined by your medium. There is some constraint to the physical or digital definition of the medium the content is delivered on or by, that for the most part determines how you are perceived.»

in Blog Maverick: Blogging vs Traditional Media – This time its personal

Jeff Jarvis widerspricht:

«That’s simplistic. There’s no reason that big media cannot break free of the shackles of its medium. Many or most won’t try, that’s true, but there’s nothing to say that a newspaper reporter must stay trapped by paper.»

in BuzzMachine: Old dogs can learn new tricks

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Die News-Site im Jahre 2016

Leser wollen mehr Kontext und Hintergrund, gefilterte Nachrichten, weniger Werbung und Pop-Ups. Das ergab eine Umfrage, welche das Wallstreet-Journal aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums von WSJ.com durchführte.

«Much has been made lately of citizen journalism and the perfect site of the future would build on that. “Editors will be a thing of the past. Instead, users will vote content to the front page. Fact checkers will be the only staff left as they verify and comment on the information posted be the community of readers. In the next decade the broadcaster and the reader will merge into one.»

in WSJ.com: The Perfect News Site, 2016

Siehe auch:

WSJ.com: WSJ.com’s 10th Anniversary

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Alles 2.0

Eine schöne Beobachtung im Economist zur Euphorie 2.0:

«Even the longer journey times in the Bay Area are being welcomed as a bullish sign; according to one breathless technology executive, the drive from Berkeley to Oracle’s head office on Route 101 now typically takes 70 minutes, having plunged to 50 minutes from a mid-bubble high of 100 minutes in 2000.»

Mehr:

Economist.com: Déjà vu 2.0

Economist.com: Web 2.0 | The enzyme that won

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«Wir Blogger sind wie Haifische»

Lematinblueblogmoney

Gestern am Bahnhof in Genf. Ja, auch in der Schweiz kann man ab sofort mit Weblogs Geld verdienen. Die Gratiszeitung Le Matin Bleu berichtet auf der Titelseite über die Genfer Bloggerin Emily Turettini. Sie verdient mit ihren Weblogs dank Google Adsense 5400 Franken pro Monat. Schreibt sie auch in ihrem Weblog («Can Bloggers Make Money?»).

Besonders passend fand ich ihre Aussage im Ultrakurz-Artikel im Innern des Gratisblatts. Dort sagt sie: «Nous les bloggers, nous sommes comme des requins, nous devons toujours chercher quelque chose à nous mettre sous la dent, sinon nous sommes morts. Si mon site n’est pas alimenté pendant deux jours, il disparaîtra. En mon absence, je dois engager quelqu’un.»

Auf deutsch: «Wir Blogger sind wie Haifische. Wir brauchen ständig etwas zwischen unseren Zähnen, sonst sterben wir. Würde meine Website während zwei Tagen nicht gefüttert, verschwände sie. In meiner Abwesenheit muss ich jemanden anstellen.»

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