Kategorien-Archiv: Medienethik

Anonyme Quellen

Newsweek hat sich für seinen Bericht über die angeblichen Koran- Entweihungen im Gefangenenlager in Guantánamo entschuldigt. Man sei sich nun nicht mehr sicher, ob die Informationen, die auf Aussagen eines anonymen hohen Beamten beruhen, korrekt seien. Die New York Times kommentiert, dass Leserumfragen zum Ergebnis gekommen seien, dass der Gebrauch von anonymen Quellen einer der [...]
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Ein fairer Deal?

Fairpress.biz ist ein neues Online-Angebot auf dem man für 250 bis 2000 Euro eine Gegendarstellung veröffentlichen kann. Die Website bietet Opfern einer «ungerechten Berichterstattung» an, die «andere Sicht der Dinge» zu veröffentlichen. In der Netzeitung heisst es, Fairpress.biz wolle «zu einem besseren Gleichgewicht zwischen Medien und Betroffenen beitragen». Die Macher um den ehemaligen «Bild»- Chefredakteur [...]
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Medienüberwacher Romenesko

Slate berichtet über Jim Romenesko und wie dessen Medienwebsite die journalistische Community in den USA beeinflusst: «All this prolific linking torments hacks and other corner-cutters, but the less obvious consequence is its effect on journalistic standards. The site functions brilliantly as an ad hoc, post-publication, peer review mechanism for the journalistic profession. It also contributes [...]
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Schreiben für die Anzeigenkunden?

Wenn das Einkommen vom Benutzerverkehr abhängt, verschwimmen auch bei Bloggern die Grenzen zwischen Inhalt und Werbung. Blog-Publisher Jason McCabe Calacanis von Weblogs Inc. ist von der Idee wieder wegkommen, den Lohn seiner Freelance-Blogger vom Benutzerverkehr abhängig zu machen. Er begründet dies zwar mit ethischen Überlegungen und falsch gesetzten Anreizen, doch dürften geschäftliche Überlegungen auch ein [...]
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Papamedia

Montagnacht auf meinem Alitalia-Flug von Beirut nach Mailand griff ich mir den Corriere della Sera und die Repubblica, die zwei grossen nationalen Tageszeitungen Italiens. Der Corriere berichtete auf 15 Seiten, die Repubblica auf ganzen 27 Seiten über den Tod des Papstes. In Mailand angekommen kaufte ich die Montagsausgabe der beiden Zeitungen, um die Wartezeit auf [...]
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Die Realität der Bilder

Weitere Überlegungen zum Umgang der Medien mit Kriegs- und Katastrophenbilder findet man im Editorial des aktuellen NZZ Folios («Bomben»). Die Redaktion veröffentlichte auf Seite 31 den abgerissenen Kopf einer palästinensischen Selbstmordattentäterin. Die Redaktion habe lange diskutiert, ob sie das Photo veröffentlichen solle, schreibt Redaktionsleiter Daniel Weber. Weber argumentiert ähnlich wie Profil-Chefredakteur Sven Gächter. Ziel sei [...]
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Abbild der Realität?

Der österreichische Journalist Peter Huemer macht mich auf eine Debatte in seinem Land aufmerksam. Das Nachrichtenmagazin Profil aus Wien veröffentlichte in der Ausgabe vom 3. Januar auf der Titelseite Bilder von Flutopfern. Ein Bild auf Seite 13 zeigt sogar Todesopfer, bei denen auch Geschlechtsteile zu erkennen sind. Die Veröffentlichung der Bilder hat zum Teil sehr [...]
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El Pais und der Fall Echevarría

Das Image von El País ist angekratzt. Die spanische linksliberale Tageszeitung stellte ihren Literaturkritiker Ignacio Echevarría kalt, nachdem dieser im September den neuen Roman des baskischen Schriftstellers Bernardo Atxaga verrissen hatte. Der Roman sollte ein Kassenschlager für Atxagas Verlag Alfaguara werden. Alfaguara sowie El País gehören zum Medienkonzern Prisa. Echevarrías Vergehen? Er hatte seine Rezension [...]
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Europäischer Presserat

Frankfurter Rundschau: Schutzmantel für die Demokratie «Einen europäischen Presserat schlägt Freimut Duve vor. Der ehemalige (bis Ende 2003) Beauftragte für die Freiheit der Medien der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stellte jetzt in Berlin seine Studie Leitbild Unabhängigkeit vor. (…) In der Studie nennt Duve freien Journalismus einen “Schutzmantel für die Demokratie” [...]
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Möglichkeiten und Grenzen der Kriegsberichterstattung

Gestern fand an der katholischen Paulus-Akademie in Zürich eine Veranstaltung zu den Möglichkeiten und Grenzen der Kriegsberichterstattung statt: «Es ist Krieg und alle schauen hin.» . Mit dabei waren Ulrich Tilgner (Korrespondent SF DRS und ZDF), Marco Färber (Chefredaktor Information von Schweizer Radio DRS) und Lotta Suter (Journalistin und Publizistin aus Boston). Das Schweizer Radio [...]
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