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Kirch-Finale I
Dienstag, 2. April 2002
Spiegel: Murdoch will in Los Angeles verhandeln
"Als Hauptproblem von KirchMedia gelten die Verträge mit den US-Studios, in denen Branchenkennern zufolge viel zu hohe Preise für die deutschen TV-Rechte an den Hollywood-Produktionen vereinbart worden waren."
FTD: Murdoch zitiert Kirch-Banken zu sich
"Im Ringen um die Zukunft der Kirch-Gruppe hat der australische Medienunternehmer Rupert Murdoch die deutschen Gläubigerbanken nach Los Angeles geladen. Dort will er die Übernahme der mit rund 6,5 Mrd. Euro verschuldeten Münchner Mediengruppe besprechen."
Spiegel: Unendlich viel Zeit ist nicht mehr
"Die "Welt am Sonntag" berichtete, ein Banker habe die Lage als "diffus" beschrieben, keiner traue dem anderen. Um die Kirch-Gruppe laufe ein Poker, wie man ihn in Deutschland noch nicht erlebt habe. Einigkeit herrsche aber offenbar darüber, dass es einen zweiten Fall Holzmann - der Baukonzern musste gerade Insolvenz anmelden - nicht geben solle."
NZZ am Sonntag: Die Kirch-Gruppe vor der Aufteilung
"Murdoch dagegen wird ein strategisches Interesse an der Gruppe zugetraut. Ihm bietet sich nach erfolglosen Anläufen eine günstige Gelegenheit, am grössten europäischen Fernsehmarkt dominierend aufzutreten. Murdoch hat viele Trümpfe in der Hand. Kirch sollte bis im Oktober auf Grund einer Put-Option am Pay-TV Premiere 1,7 Mrd. EUR an ihn zahlen, und dieses Geld hat Kirch nicht. Murdoch könnte im Tausch gegen eine höhere Beteiligung an Kirch Media auf seine Option verzichten oder den Verlustbringer Premiere übernehmen und ihn nach dem Vorbild des englischen Modells BskyB auf Erfolgskurs trimmen."
NZZ am Sonntag: Raues Klima in Grossbritannien
"Rupert Murdoch, in Australien geboren, amerikanischer Staatsbürger und geschäftlich vor allem in England verankert, zählt zu den wichtigsten Meinungsmachern in Grossbritannien. Nicht dass er täglich in Gestaltung und redaktionelle Kommentierung seiner Zeitungen eingriffe. Nein, er hat vor allem durch die Modernisierung der Produktionsmethoden seit 1986 einen Preiskrieg und Kampf um Auflagen entfesselt, der Struktur und Inhalte der britischen Medien beeinflusst hat."
sonntagszeitung.ch: Berlusconi, Murdoch - oder deutsche Banken?
"Die Banken möchten dem bereits versickerten Geld nicht weiteres nachwerfen. Doch Berlusconi und Murdoch fordern eine Entschuldung, bevor sie selbst gross einsteigen. (...) Bundeskanzler Gerhard Schröder hat gegen eine Machtübernahme durch Berlusconi Stellung bezogen, in Sachen Murdoch reagiert er offiziell zurückhaltend. Doch es ist bekannt, dass Schröder eine deutsche Lösung bevorzugen würde. Angeblich hat er bereits mit diversen Bank-Vorständen darüber verhandelt."
Die Zeit: Leo Kirchs letzte Chance
Spiegel: Pressestimmen: Die deutsche Medienlandschaft nach Kirch
Spiegel: Interview mit Friedrich Nowottny: "Ich halte bei Murdoch alles für möglich"
"Ich halte bei Murdoch alles für möglich. Er wird sein Verhalten davon abhängig machen, wie die politischen Reaktionen auf sein Erscheinen in Deutschland sind. Die waren ja zunächst einmal nicht sehr freundlich. Aber das hat sich geändert. Auch bei den Sozialdemokraten sagt man jetzt: 'Warum nicht Herr Murdoch, er ist ein Unternehmer mit einem vorzeigbaren Ergebnis.' Wollen wir einmal sehen, ob das Grund genug ist, sich auf Herrn Murdoch zu freuen."
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Spiegel: Portrait: Silvio Berlusconi
Spiegel: Portrait: Rupert Murdoch
Spiegel: Die wichtigsten Akteure im Kirch-Krimi
Leo Kirch, Rupert Murdoch, Mathias Döpfner, Rolf Breuer, Albrecht Schmidt
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Die KirchGruppe im Überblick (PDF 30 KB)
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